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16.06.2022

|  Exkursion

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Exkursion zum Institut für Musikinstrumentenbau in Zwota

Am Dienstag, 10. Mai 2022, begaben sich die Klassen des BSZ e.o.plauen Schulteil Klingenthal zu einer Exkursion in das nahegelegene "Institut für Musikinstrumentenbau" (IfM) in Zwota.


Die Führung begann im Vorführ- und Konferenzraum des IfM. Institutsleiter Herr Schlema führte mit einer kurzen PowerPoint-Präsentation durch die Historik und Aufgaben des IfM. Anschließend wurden verschiedene Einblicke in die Arbeitsweisen und Möglichkeiten des Instituts durch Herrn Schlema und seine Mitarbeiter Herrn Gilbert und Herrn Gütter gewährt.

Herr Schlema zeigte, wie die einzelnen Instrumente akustisch angeregt werden und wie die Messergebnisse je nach gewünschtem Forschungsgegenstand dargestellt werden. Dabei wurden verschiedene im Institut entwickelte Herangehensweisen gezeigt und deren Einsatzmöglichkeiten erklärt.

Weiter ging es zu Herrn Gilbert, der das Verhalten von Werkstoffen und Instrumenten akustisch erforscht. Dafür stehen im IfM verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Highlight ist der reflexionsarme Raum. Hier werden ca. 99,5 % aller Schallreflexionen absorbiert. Im Gegensatz zu einfachen Prüfräumen, in denen nur Schallabsorber zur Minimierung störender Reflexionen angebracht sind, erstreckt sich dieser über zwei Etagen und besteht aus einer schallabsorbierenden Struktur aus Schaumstoff und ähnlichen Materialien die an Wänden, Boden und Decken angebracht sind. Der Testaufbau in diesem Raum befindet sich auf einer Plattform, die auf Stelzen mitten im Raum "schwebt". Durch 18 feste Messpunkte kann ein Instrument so um 360° aufgenommen und analysiert werden. Das akustische Verhalten wird durch verschiedene Verfahren an den unterschiedlichsten Messplätzen festgehalten. Dafür werden oft selbstentwickelte Verfahren und computergestützte Anwendungen verwendet. Wichtig ist natürlich wie bei allen Testverfahren die in der Forschung Anwendung finden, dass sie reliabel, valide und unbeeinflussbar sein. Deshalb werden bei den verschiedenen Tests mechanische Hilfsmittel verwendet, um eine gleichbleibende identische Anregung zu gewährleisten.

Als Abschluss zeigte uns Herr Gütter noch verschiedene Verfahren, um Werkstoffe sowie Bauteile und ganze Instrumente physikalisch zu vermessen. Dabei kommen modernste Verfahren, wie Laserscanner zum Einsatz. Damit werden ganze Objekte mit einem Netz aus Messpunkten versehen, die am Computer zu einem 3D-Modell zusammengesetzt werden. Ebenso werden Härte, Zug- und Bruchfestigkeit getestet.

Der Einblick in die Möglichkeiten und Arbeitsweisen des Instituts für Musikinstrumentenbau war sehr informativ und lehrreich. Durch die Arbeit des Instituts werden dem Instrumentenbauer wichtige Möglichkeiten und Hilfen eröffnet, Instrumente, Bauweisen und Materialien zu verbessern und zu erweitern.

Sven Kretschmann
Fachlehrer Musikinstrumentenbau

[AK]
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